Shoppingpause

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Hier erfährst du einiges über unsere Erfahrungen mit unsrer Einkaufspause, interessante Links oder Zusatzinformationen.

Alles immer...

LinksPosted by Martin Benz Wed, November 18, 2015 12:53:28
Ich höre und sehe gerne den Satiriker Erwin Pelzig alias Markus Barwasser mit seiner Show "Pelzig hält sich".
Vor einiger Zeit war dort der Soziologe, Sozialpsychologe und Transformationsdesigner Harald Welzer zu Gast.
Dieser hat ein neues Buch geschrieben, in dem er beschreibt, dass wir alle in unserem persönlichen Leben Freiräume haben, in denen wir Transformation gestalten können.
Eine Zusammenfassung des Buches liest sich so: Welzer plädiert in Selbst denken - Eine Anleitung zum Widerstand für einen reduktiven Lebensstil im Gegensatz zum - nicht nur in der westlichen Welt vorherrschenden - alles immer. Es gehe nicht um Wachstum, Effizienz und Konsum, sondern um Glück und Zukunftstauglichkeit. Weder das Glück und noch die Zukunftstauglichkeit hänge aber im Wesentlichen vom Besitz ab. Welzer kritisiert, dass der gegenwärtig praktizierte Lebensstil unserer Gesellschaft durch hypertrophes Wachstum seine eigene Voraussetzungen konsumiere. Welzer stellt verschiedene erfolgreiche Formen des Selbstdenkens und -handelns vor, die sich am Gemeinwohl statt an individuellem Profit orientieren und animiert dazu, die eigenen Handlungsspielräume zu nutzen. (Quelle: Wikipedia)

Wer den kurzen Auftritt in "Pelzig hält sich" anhören möchte, kann das hier:
http://www.zdf.de/pelzig-haelt-sich/pelzig-haelt-sich-5990212.html (ab Minute 54)

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Elektrische Zahnbürste

ErfahrungenPosted by Martin Benz Wed, November 18, 2015 09:38:47
Vor einigen Tagen ging meine elektrische Zahnbürste kaputt. Sie war mir doch sehr hilfreich und hat mit ihrem Timer genau angezeigt, wann ich wo und wie lange meine Zähne putzen muss.
Bei unserem nächsten Besuch im Drogerie Markt zum Windelkauf ging ich zielstrebig auf die Abteilung mit elektrischen Zahnbürsten zu und griff nach Ersatz für meine Defekte. Preisbewusst nahm ich die günstige Eigenmarke für 15,99€.
Zuhause angekommen kam ich ins Nachdenken. In Bezug auf defekte geräte gibt es dort folgende Regel:

Was geschieht, wenn Dinge kaputt oder verloren gehen oder verschleissen? Folgendes schrittweise Vorgehen wird gewählt:

1. Ich frage, ob diese Sache wirklich notwendig ist? Wenn ja, dann...

2. Selbst reparieren

3. Durch etwas ersetzen, das bereits in meinem Besitz ist

4. Ausleihen

5. Reparieren lassen (falls nicht teurer als der Neupreis)

6. Gebraucht kaufen

7. Neu kaufen

Mir wurde bewusst, dass eine elektrische Zahnbürste nicht wirklich notwendig ist und im Badschrank noch 2 neue Zahnbürsten liegen. Insofern habe ich den Kassenzettel hervorgeholt und die Zahnbürste am nächsten Tag wieder zurückgebracht.
Eigentlich ist es eine ganz gute Abwechslung, mal wieder konvetionell zu putzen.

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Leben mit einem Dollar

LinksPosted by Martin Benz Sat, September 12, 2015 10:24:00

Gestern haben Nina und ich auf Netflix den Film: "Living on One Dollar" angesehen. Der Film hat uns beeindruckt. 4 Studenten aus wohlsituierten Verhältnissen entscheiden sich für 2 Monate in einem kleinen Dorf in Guatemala von einem Dollar am Tag pro Person zu leben.


Sie erleben, wie heikel es wird, wenn man erkrankt und die Medikamente nicht bezahlen kann, wenn das Geld nicht zum Essen ausreicht und wie gerade die Ärmsten sich als beste Freunde erweisen.

Nach dem Film waren wir ganz neu darin bestärkt, unsere persönliche Shoppingpause zu leben und Verzicht und das Nein zu manchem unsrer Wünsche weiter zu pflegen. Wir empfehlen diesen Film und die zugehörige Webseite



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Sabbatjahr und Shoppinpause

ÜberlegungenPosted by Martin Benz Sun, August 30, 2015 10:35:11
Vor einigen Tagen bin ich wieder einmal auf den Text über das Sabbatjahr im alten Testament gestoßen. Ähnlich wie der Text über das Erlassjahr stellen diese beiden besondere Jahre ein ganz wichtiges Prinzip göttlicher Gerechtigkeit dar.
Das Erlassjahr will alle 50 Jahre soziale Gerechtigkeit im Land herstellen. Menschen werden aus der Schuldsklaverei befreit, bekommen ihre Ländereien zurück, ihren Familienbesitz, den sie vielleicht durch eine große Not verpfänden mussten.


Beim Sabbatjahr wird der Natur und den Feldern Ruhe gegönnt, so wie sich Gott nach der Schöpfung Ruhe gönnt und so wie die Menschen sich alle sieben Tage erholen können. So ist das Sabbatjahr ist in der Tora ein Ruhejahr für das Ackerland. Nach 6 Jahren Bebauung wird das Land – in Analogie zum Sabbat als Ruhetag – ein Jahr brach liegen gelassen (Ex 23,10-11; Lev 25,1-7):

„10 Sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen; 11 im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen. Die Armen in deinem Volk sollen davon essen, den Rest mögen die Tiere des Feldes fressen. Das Gleiche sollst du mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen tun.“

– Exodus 23, 10-11

Weitergehend gibt es im Deuteronomium die Bestimmung, im Sabbatjahr die Schulden zu streichen und die Sklaven freizulassen:

„1 In jedem siebten Jahr sollst du die Ackerbrache einhalten. 2 Und so lautet eine Bestimmung für die Brache: Jeder Gläubiger soll den Teil seines Vermögens, den er einem andern unter Personalhaftung als Darlehen gegeben hat, brachliegen lassen. Er soll gegen den andern, falls dieser sein Bruder ist, nicht mit Zwang vorgehen; denn er hat die Brache für den Herrn verkündet.“

– Deuteronomium 15, 1-2

Das Sabbatjahr wird als eine Erweiterung des Grundgedankens des Sabbatgebots angesehen, dessen Sinn ist, nicht das Letzte herauszuholen - aus den Ressourcen der Erde nicht, aus dem Kapital nicht, aus der Arbeitskraft der Anderen nicht und aus der eigenen auch nicht. (aus Jürgen Ebach: Arbeit und Ruhe., in: Wolfgang Kraus; Bernd Schröder (Hrsg.): Kulturelle Grundlagen Europas: Grundbegriffe. Lit, Berlin 2012)

Die große Frage ist nun, ob man nicht analog zu dem Sabbatjahr der Ernte auch ein Sabbatjahr des Einkaufens einführen müsste?

Mindestens alle sieben Jahre lege ich ein Jahr lang eine Shoppingspause ein, so wie alle sieben Jahre ein Jahr lang die Äcker brachliegen mussten.

Ich lasse mir an dem genügen, was ich bis dahin angeschafft habe, so wie der Bauer sich an dem genügen lässt, was er in den Jahren zuvor an Ernte eingebracht hat.
Der Bauer erlebt im Sabbatjahr grosse Dankbarkeit für die bisherige Fruchtbarkeit seiner Felder und der Shopper erlebt Dankbarkeit für alles, was er hat und sich bereits leisten konnte. und erst recht entsteht Freude auf die neue Möglichkeit der Ernte und des Einkaufs ein Jahr später.
Vielleicht wäre das ein interessanter Rhythmus für regelmässige Shoppingpausen!



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Ein Jahr ohne Kleidershopping

LinksPosted by Martin Benz Sun, August 23, 2015 16:33:04
Für viele Frauen scheint besonders Shoppen von Kleidern ein Problem zu sein. In einem Selbstversuch hat die Wienerin Nunu Keller sich entschlossen, ein Jahr lang auf das Kaufen von Kleidern zu verzichten. Herausgekommen ist ein interessantes Buch, in
dem sie ihre Erfahrungen berichtet.



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Wir sind nicht die Ersten

LinksPosted by Martin Benz Sun, August 23, 2015 16:29:08
In der Brigitte habe ich einen Artikel entdeckt, Bei dem sich eine Frau entschlossen hat, für 100 Tage eine Shoppingpause einzulegen. Sie hatte ihre wachsende Abhängigkeit von Shopping wahrgenommen vor allem wie dies mehr und mehr zur Kompensation für andere Dinge wurde. Ihre Erfahrungen hat sie in einem Tagebuch festgehalten.

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The story of stuff

LinksPosted by Martin Benz Sun, August 23, 2015 15:59:44
Eine der Hauptideen der Shoppingpause ist es, nicht noch mehr Güter anzuhäufen und auszusteigen aus der Konsumspirale. Ein Jahr lang kein weiterer Besitz, nur Dinge, die sofort verbraucht werden wir Lebensmittel oder Hygieneartikel.
Einen richtigen Motivationsschub für diese Aktion kann der Video "the story of stuff " liefern. Ist heute noch immer aktuell und liefert schockierende Infos zur ständigen Konsumsteigerung auf unsrem Planeten.

Hier gehts zum Video






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Kompensation

TippsPosted by Martin Benz Sun, August 23, 2015 09:27:34

Shopping macht Spass! Der Verzicht auf Shopping ist damit auch ein gewisser Verlust an Lebensfreude. Dieser Verlust sollte kompensiert werden. Welche anderen Dinge können zu meiner Lebensfreude bewusst beitragen?

Aber Achtung: nicht überkompensieren (zu viel Essen, mehr Rauchen, mehr gamen...)!



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Werbung

TippsPosted by Martin Benz Sat, August 22, 2015 23:45:15
Wir haben festgestellt, dass es eine große Hilfe ist, wenn man sich möglichst von Werbung fern hält. Insofern lohnt es, auf seinem Briefkasten einen Aufkleber anzubringen, damit keine Werbung mehr eingeworfen wird.
Zudem haben wir alle Newsletter abbestellt, um nicht ständig Sonderangebote im Posteingang zu haben.
Kataloge werden abbestellt oder sofort ins Altpapier geworfen.
Zudem sollte man die Werbepausen beim Fernsehen für den Toilettengang nutzen.

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